Inside-Special Praktikum: Druck raus, Klarheit rein!

Schritt für Schritt in den Beruf

„Beim Praktikum habe ich immer nur an das Schulpraktikum gedacht – und das hat mich total gestresst“, verrät Anja. So ein Praktikum ist schließlich nicht nur verpflichtend, sondern wichtig für die berufliche Zukunft: „Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass ich schon vor dem Praktikum genau wissen muss, was ich will. Dass das Praktikum sozusagen dafür da ist, das zu bestätigen und erste Erfahrungen zu sammeln.“ Das Problem: Die heute 19-Jährige hat zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung, wie ihr beruflicher Weg aussehen soll.  
 

Erst Praktikum, dann Zukunftspläne

Auf einer Berufemesse kommt Anja mit der Personalerin eines teilnehmenden Betriebs ins Gespräch. „Wir haben auch über das Praktikum gesprochen. Und plötzlich habe ich gemerkt, dass ich den zweiten Schritt vorm ersten gehen wollte: Das Praktikum ist doch gerade dafür da, sich auszuprobieren und ein bisschen zu experimentieren – bevor du den perfekt durchdachten Zukunftsplan aus dem Ärmel schüttelst!“ Unter dem Motto „Viel hilft viel“ stürzt sich die Gütersloherin also auf das „Projekt Praktikum“: „Der Druck war weg, und es hat sogar Spaß gemacht, in ganz verschiedene Unternehmen und Arbeitsbereiche reinzuschnuppern.“

Offen für Überraschungen

Als angehende Abiturientin konzentriert Anja sich bei ihren freiwilligen Praktika zunächst auf kaufmännische Berufe und Bereiche, für die ein Studium gebraucht wird: „Das hat sich naheliegend angefühlt, aber es lag wahrscheinlich auch daran, dass alle das von dir erwarten, wenn du Abi machst.“ In einem ihrer Praktikumsbetriebe, einem Maschinenbau-Unternehmen, wird die Gütersloherin neben ihren Einblicken in Verwaltung und Marketing dann auch im technischen Bereich eingesetzt. „Ich fand das seltsam und hätte es eigentlich gern ausgelassen“, gesteht sie lachend. Doch genau das erweist sich als absoluter Glücksgriff. „Ich habe zum Beispiel in der Ausbildungswerkstatt die Grundlagen der Metallbearbeitung gelernt. Das hat mich total begeistert – und ich war überrascht, wie leicht mir das fiel“, berichtet Anja. Als sie dann noch bei der Reparatur, Montage und Wartung von riesigen, komplexen Maschinen helfen darf, weiß sie, dass sie ihren Traumjob gefunden hat: „Ich mache jetzt eine Ausbildung zur Mechatronikerin: Das ist genau der richtige Beruf für mich. Ohne das Praktikum wäre ich darauf wohl nie gekommen!“

Praktikum? Praktisch unschlagbar!

Auch Malte hat mit seinem Praktikum das Ticket in den Beruf gelöst: Obwohl er nach eigenen Angaben zu seinem Glück erst einmal „gezwungen“ werden musste. „Irgendwann stand bei uns das Schulpraktikum an, und ich hatte weder Lust noch Ahnung, wo ich das machen sollte“, gibt er zu. Erst, als seine Eltern immer unentspannter werden, wird er aktiv. Auf den letzten Drücker bekommt der Realschüler einen Praktikumsplatz bei einem IT-Systemhaus fast in der Nachbarschaft: „Das war einfach bequem und es war noch ein Platz frei. Außerdem habe ich immer schon gern am PC getüftelt.“ Schon am ersten Tag lässt sich der 17-Jährige dann ganz unerwartet vom Arbeitsalltag in seinem Praktikumsbetrieb begeistern. „Ich durfte von Anfang an mitdenken und mithelfen, auch wenn ich natürlich wenig Erfahrung hatte. Trotzdem war ich direkt Teil des Teams. Das und die Tatsache, endlich Dinge zu lernen, die man praktisch anwenden kann, hat mich total motiviert“, fasst Malte zusammen.

Vom Reinschnuppern bis zum Durchstarten

Die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen mitzuarbeiten, ohne sich direkt festlegen zu müssen, hilft Malte auch bei der Auswahl der passenden Fachrichtung für seinen späteren Berufsstart. „Ich wusste schnell, dass ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker machen wollte. Je nach Fachrichtung sehen die Aufgaben aber noch einmal ganz unterschiedlich aus: von der Anwendungsentwicklung über die Systemintegration oder Daten- und Prozessanalyse bis hin zur Digitalen Vernetzung“, erklärt Malte. Im Praktikum kann er ausprobieren, statt sich nur theoretisch zu informieren. Und schließlich profitiert der 17-Jährige noch von einem weiteren großen Vorteil seines vorherigen Praktikums: „Nachdem alles so gut gelaufen ist und wir uns gegenseitig schon kannten, war die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz nur noch Formsache. Im Sommer geht es los – etwas Besseres hätte mir gar nicht passieren können!“

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