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„Immer besser": Bei Miele läuft die Zukunft rund

Der Montagmorgen beginnt für Henrik im Besprechungsraum. Nicht ganz alltäglich für den Azubi zum Industriemechaniker, der um diese Zeit eigentlich in der Ausbildungswerkstatt steht. Ein Auftrag aus der Fertigung hat Azubis und duale Studierende verschiedener Fachrichtungen an einen Tisch gebracht. „Wenn sich in der Fertigung ein ‚Problem‘ ergibt, dürfen wir Azubis uns oft an der Entwicklung einer passenden Lösung versuchen“, erklärt Henrik. Ganz nach dem Firmenmotto „Immer besser“. Denn das gilt nicht nur für die Produkte und Arbeitsabläufe bei Miele, sondern auch für die Ausbildung.

Erste Ideen: Ein Problem und seine Lösung
Justin macht eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner in Verbindung mit einem dualen Maschinenbau-Studium und beschreibt das Problem: „Wir brauchen eine neue Vorrichtung für einen Prüfstand für Dauerversuche, in dem zum Beispiel der Verschleiß von Kühlschranktüren beim ständigen Öffnen und Schließen simuliert wird.“ Klar gibt es schon solche Prüfstände – aber die sind für einige neue Kühlschrank-Modelle nicht optimal. Die Fertigung hat ihre Wünsche und Eckdaten an die Nachwuchs-„Mieleaner“ übergeben. Justin und seine Kollegen machen sich am PC an die Konstruktion mithilfe eines „CAD (= computer-aided design)-Systems“. Weiter geht’s mit dem begehrten 3D-Drucker der Ausbildungsabteilung: Hier werden erste Muster von Einzelteilen hergestellt.

Die Umsetzung: Es geht voran
Nach Anfertigung einer bemaßten Zeichnung und einem Abgleich mit der Fertigung ist klar: Die entworfene Vorrichtung passt! Laura, Azubi zur Industriemechanikerin, bestellt über das firmeneigene Bestellsystem die benötigten Materialien. Doch nicht alles gibt es fertig zu kaufen. Spezielle Einzelteile stellen die Zerspanungs- und Werkzeugmechaniker an modernen CNC-Maschinen selbst her. Die Zeichnungen, die sie dafür brauchen, bekommen sie auf ihrem Tablet zur Verfügung gestellt. Auch die elektronische Steuerung der Vorrichtung gibt es nicht im Laden um die Ecke: Entwickelt, programmiert und gebaut wird sie von den Elektroniker-Azubis. Den Überblick über die Kosten behält die angehende Industriekauffrau Oksana: „Neben Personal- und Maschinenstunden habe ich auch die Materialkosten im Blick.“

Teamwork: Stück für Stück zur fertigen Vorrichtung
Endlich sind alle Teile fertig und die bestellten Materialien da. Während die Industriemechaniker alles zu einem Ganzen montieren, installiert Elektroniker Tim die Steuerung der Vorrichtung. Die Inbetriebnahme erfolgt gemeinsam direkt in der Fertigung und sorgt noch einmal für Spannung: Passt und läuft alles wie geplant? Dann die Erleichterung: Alles ist perfekt und die „Auftraggeber“ sind zufrieden.

Über den Tellerrand
„So kann es heute weitergehen!“, freut sich Justin, der noch eine weitere Aufgabe vor sich hat: Als Mitglied der Werkführungs-AG begleitet er gleich zum ersten Mal eine Besuchergruppe durch den Standort Gütersloh. „Etwas nervös bin ich schon“, gesteht er. Aber eigentlich ist er gut vorbereitet: „Egal, ob bei Ausbildungsinhalten, persönlichen Schwierigkeiten oder anderen Herausforderungen: Bei Miele bekommen wir immer Unterstützung.“ Auch Tim hat heute noch etwas vor: Koffer packen. Morgen geht sein Flieger nach Irland. Dort darf er drei Wochen lang den Kundendienst einer der Miele-Vertriebsgesellschaften im Ausland erkunden – auf Firmenkosten.