Los geht's: Anleitungen, Muster-texte und mehr

1. Formalitäten - Wann und wie bewerben?

Der Zeitplan: Entspannt durch die Bewerbungsphase

Je früher du dich bewirbst, desto größer sind deine Chancen auf eine Ausbildungsstelle in deinem Traumberuf. Denn eine frühe Bewerbung hinterlässt nicht nur einen positiven, zielstrebigen Eindruck beim Unternehmen, sondern erhöht auch die Chance, dass der begehrte Ausbildungsplatz noch nicht vergeben ist.

Warte auf keinen Fall darauf, dein Abschlusszeugnis in Händen zu halten! Die großen Unternehmen beginnen in der Regel mindestens ein Jahr vor Ausbildungsbeginn mit ihrer Azubi-Suche – kleine und mittlere Betriebe oft etwas später. Um nicht unter Druck zu geraten, solltest du dich schon zu Beginn deines vorletzten Schuljahres für einen Ausbildungsberuf entscheiden. Dann hast du genug Zeit, deine Bewerbungsunterlagen vorzubereiten und mit deinem Versetzungszeugnis in Klasse 9 zu verschicken.

Welche Bewerbungsformen gibt es?
Wie du dich auf eine Ausbildungsstelle bewirbst, hängt natürlich davon ab, was das Unternehmen möchte. Unser Tipp: Frag vorab nach, was gewünscht ist. Oft findest du bei ausgeschriebenen Ausbildungsstellen auch einen Hinweis im Anzeigentext.

Einen Überblick über die Bewerbungsarten und Einzelheiten zu den Inhalten erhältst du hier.
Mustertexte findest du ganz unten auf dieser Seite. Los geht‘s!

Bewerbung per Post
Die klassische Form der Bewerbung ist die Bewerbungsmappe mit deinen ausgedruckten Unterlagen. Dabei kommt es nicht nur auf den Inhalt an, auch die Verpackung zählt! Greife nicht zum billigsten Modell aus dem Supermarkt – stabile Karton- oder Kunststoffbewerbungsmappen gibt es in jeder Schreibwarenhandlung. Deine Bewerbungsmappe sollte auf jeden Fall neu sein und keine Knicke, Flecken, Druckspuren oder andere Makel aufweisen.

Umschlag und Porto
Deine Bewerbung gehört in einen großen DIN-C4-Umschlag mit einem Papprücken, damit sie auf dem Postweg nicht geknickt wird. Anschrift und Absender kannst du sorgfältig per Hand auf den Umschlag schreiben oder ein Adressetikett benutzen. Achte darauf, dass die Adresse auf dem Umschlag mit der Adresse im Anschreiben übereinstimmt. Dann frankierst du den Umschlag ausreichend (1,45 Euro), und ab damit zur Post!

Die Online-Bewerbung
Viele Unternehmen möchten mittlerweile eine Bewerbung in digitaler Form: Das ist schneller und auch günstiger als der Postweg. Je nachdem, wofür sich das Unternehmen entschieden hat, kannst du deine Bewerbung per E-Mail oder über ein Online-Formular verschicken. Eine Online-Bewerbung unterscheidet sich nicht wesentlich von einer Bewerbung in Papierform – Inhalt und Aufbau sind gleich.

Deine Bewerbung per E-Mail
Bei einer E-Mail-Bewerbung verschickst du alle Unterlagen als PDF-Anhang in einer Datei. Nur dann kannst du sicher sein, dass der Empfänger deine Bewerbung auch so bekommt, wie du sie geschrieben hast.


Check:
Das gehört in eine Bewerbungsmappe:

Dein Anschreiben (mit Unterschrift) legst du lose auf die Mappe, alle anderen Unterlagen sortierst du in folgender Reihenfolge in die Mappe:

 
  1. Deckblatt mit Foto
  2. Unterschriebener Lebenslauf (ggf. mit Foto)
  3. Anlagen (immer in Kopie, niemals im Original!):
     ► Zeugniskopie(n): Abschlusszeugnis oder akutelles Zwischenzeugnis deiner Schule
     ► Praktikumsbescheinigung(en)
     ► Bescheinigungen über Kurse und/oder Nebenjobs
     ► Bescheinigungen über besuchte Kurse in deiner Freizeit, besondere Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten

Hast du an alles gedacht? Dann heißt es: Eintüten und abschicken!

"Dein Anschreiben gehört als eigene Seite in das Dokument. In der eigentlichen E-Mail beschreibst du nur kurz, worum es geht und welche Dokumente du angehängt hast."

2. Deine Bewerbung per E-Mail, online oder initiativ

Deine Bewerbung per Online-Formular

Viele Unternehmen bieten auf ihrer Website ein Bewerbungsportal an. Dort trägst du alle benötigten Angaben in eine Eingabemaske ein. Alle weiteren Unterlagen versendest du im Anhang als PDF-Datei. Da es in der Eingabemaske häufig auch Freitextfelder gibt, in denen du zum Beispiel beschreiben sollst, warum du dich gerade für dieses Unternehmen entschieden hast, sparst du dir damit das Anschreiben.

Wichtig: Kontrolliere auch hier deine Rechtschreibung, Grammatik und deinen Ausdruck!
Manchmal stellt ein Unternehmen auch nur ein Formular zur Verfügung, das du ausfüllst und mit allen weiteren Dokumenten in einer Mappe per Post verschickst.


Die Initiativbewerbung
Du möchtest gern eine Ausbildung bei einem bestimmten Unternehmen machen, das aktuell keine Stelle ausgeschrieben hat? Gerade kleine und mittlere Betriebe suchen ihre Azubis manchmal nur über interne Mitarbeiterempfehlungen, Aushänge etc. Vielleicht muss das Unternehmen auch erst darauf aufmerksam gemacht werden, dass es genau dich unbedingt braucht. Also keine Angst – ergreif die Initiative!

Vorbereitung ist alles
Bei einer Initiativbewerbung solltest du dich besonders gut informieren. Greif vorab zum Telefon und bring in Erfahrung, ob das Unternehmen überhaupt ausbildet und wer der richtige Ansprechpartner ist. Auch bei der eigentlichen Bewerbung ist gute Recherche gefragt: Da du dich nicht auf ein gewünschtes Profil beziehen kannst, musst du selbst rausfinden, worauf das Unternehmen Wert legt und womit du überzeugen kannst. Zeig deinem zukünftigen Chef, dass du ein echter Glücksgriff bist!



Check:
Deine Bewerbung per E-Mail    

Um sicherzugehen, dass du alles richtig gemacht hast, sendest du dir oder einem Freund am besten eine Probe-Mail zu.

► Deine E-Mail-Adresse ist seriös (z. B. stefanie.kramer@mustermail.de), nicht etwa hangloose@abgehoben.de.
► Im E-Mail-Text gibst du deine Kontaktdaten an.
► Du versendest deine Bewerbung an die E-Mail-Adresse eines konkreten Ansprechpartners.
► In der Betreffzeile gibst du an, um welche Ausbildungsstelle du dich bewirbst.
► Im E-Mail-Text und im Anschreiben sprichst du höflich einen konkreten Empfänger an.
► Dein E-Mail-Text ist kurz und bringt dein Anliegen auf den Punkt.
► Du hast alle Bewerbungsunterlagen (auch das Foto und deine Unterschrift) sorgfältig eingescannt .
► Alle Anhänge sind vollständig und haben ein einheitliches Layout.
►  Deine Bewerbungsunterlagen befinden sich als Anhang in einer PDF-Datei mit einem eindeutigen Namen, z. B. „Bewerbung Stefanie Kramer.pdf“.
► Dein PDF-Dokument ist kleiner als 5 MB, sonst bleibt es womöglich im Spamfilter hängen.
► Du hast deine E-Mail-Bewerbung sorgfältig und fehlerfrei formuliert.


♦ Der Text der E-Mail, mit der du deine vollständigen Bewerbungsunterlagen verschickst, könnte etwa so aussehen:

Sehr geehrte Frau Schneider,

gerne bewerbe ich mich bei Ihnen zum 01.08.2018 um die Ausbildungsstelle zur Industriekauffrau. In der Anlage übersende ich Ihnen mein Anschreiben, meinen Lebenslauf und mein letztes Schulzeugnis.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Kramer

Musterstr. 6
33334 Gütersloh
stefanie.kramer@mustermail.de
Tel. 0178 36XXXX

3. Deine Bewerbungsmappe - Aufbau und Inhalt

Das Layout

Bei der Erstellung deines Deckblatts darfst du kreativ sein. Aber Vorsicht: Mit einem stimmigen, klaren Design überzeugst du mehr als mit einem kunterbunten Mix aus Schriftarten, Farben und Formen.

Im Vordergrund stehen sollte ein tolles Bewerbungsfoto, das deine Persönlichkeit unterstreicht und perfekt in den Text eingebettet ist. Generell gilt: Wenn du ein Deckblatt verwendest, muss es gut gemacht sein!

Dein Bewerbungsfoto – das bist du!
Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland nicht mehr vorgeschrieben. Empfehlenswert ist es trotzdem: Bei der Sichtung der Bewerbungsunterlagen zählt auch der erste äußere Eindruck von deiner Person. Wer auf dem Foto sympathisch und gepflegt rüberkommt, wird auch gerne zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dein Bewerbungsfoto solltest du auf jeden Fall bei einem guten Fotografen machen lassen.

Feiner Zwirn oder Wohlfühl-Hoodie?
Bei der Frage nach dem richtigen Outfit gilt: Du sollst dich nicht „verkleiden“, sondern wohlfühlen! Einige „Regeln“ solltest du aber beachten. Am besten informierst du dich vorher darüber, wie sich das Unternehmen nach außen präsentiert. Um welche Branche handelt es sich? Im kaufmännischen Bereich wird mehr Wert auf formelle Kleidung gelegt als zum Beispiel bei einer Werbeagentur. Eine schlichte Bluse mit Blazer oder ein Hemd mit Sakko sind immer die richtige Wahl. Nimm ruhig auch verschiedene Outfits mit zum Fotografen. Er berät dich, was am besten zu dir und deinem Wunschberuf passt.

Das richtige Styling
Neben angemessener Kleidung sollte für dein Foto-Shooting ein gepflegter Haarschnitt selbstverständlich sein. Für Mädels gilt außerdem: Nicht zu stark schminken und lieber auf den tiefen Ausschnitt verzichten. Jungs erscheinen zum Fototermin am besten frisch rasiert. Wer eine Brille trägt, sollte diese auch für das Foto aufsetzen.
Im Gegensatz zum Passfoto darfst du hier übrigens dein schönstes Lächeln zeigen – das wirkt freundlich und offen. Mach dem Empfänger Lust darauf, dich persönlich kennenzulernen!

Wohin kommt das Foto?
Wenn du kein Deckblatt verwendest, klebst du dein Bewerbungsfoto rechts oben auf den Lebenslauf, am besten mit wiederablösbarem Fotokleber. Die Rückseite des Fotos sollte mit deinem Namen beschriftet sein, so kann man
es jederzeit zuordnen. Verwendest du ein Deckblatt, darf das Bild etwas größer sein, zum Beispiel 6 x 9 cm, gerne auch im Querformat. Wo genau du es positionierst, hängt von der Gesamtgestaltung ab – ebenso wie die Frage, ob du ein Farb- oder ein Schwarz-Weiß-Foto wählst. Beides ist erlaubt.

Verschickst du die Unterlagen online, scannst du dein Bewerbungsfoto ein und fügst es als Grafik deinem Lebenslauf oder Deckblatt hinzu.

 


Check:

Dein Deckblatt: 

Ob du ein Deckblatt verwendest oder nicht, ist                                                                                
Geschmackssache. Es hilft dir aber dabei, aus der
Masse der Bewerber herauszustechen, und
ermöglicht einen schnellen Überblick über deine
Bewerbungsunterlagen. Enthalten muss ein Deckblatt
folgende Angaben:

► Überschrift (z. B. Bewerbungsunterlagen)
► Deine Kontaktdaten (Name, Anschrift,Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
► Deine angestrebte Ausbildung (z. B. Ausbildung zur Werbekauffrau zum 01.08.2019)
► Dein Bewerbungsfoto (wähle ein etwas größeres Format, z. B. 6 x 9 cm)
► Anlagen (Hier listest du auf, was deine Bewerbung enthält: Anschreiben, Lebenslauf,Zeugnisse, Bescheinigungen.)

Zusätzlich kannst du dein Deckblatt durch ein passendes Zitat, einen Satz zu deiner Motivation oder deinen
persönlichen Stärken ergänzen – vorausgesetzt, dir fällt etwas Aussagekräftiges ein, das zu dir und
der Stelle passt.

 

 


Das perfekte Bewerbungsfoto

► Dein Foto ist nicht älter als 12 Monate.
► Du verwendest kein Automatenfoto, kein Ganzkörperfoto und kein privates (Handy-) Bild.
► Du hast einen guten, professionellen Fotografen ausgewählt.
► Kleidung und Styling sind angemessen.
► Du kommst entspannt und ausgeruht zum Fototermin.
► Du lässt mehrere Fotos machen, damit du eine Auswahlmöglichkeit hast.
► Du schaust freundlich in die Kamera.
► Dein Foto hat ein Standardformat von 4,5 x 6 cm oder z. B. 6 x 9 cm für ein Deckblatt.
► Für eine Online-Bewerbung lässt du dir die Bilder vom Fotografen
    auf eine CD brennen oder digital schicken.

4. Dein Bewerbungsanschreiben - hier kannst du punkten!

Dein Anschreiben ist wie ein Werbebrief in eigener Sache – kannst du damit überzeugen, hast du fast schon das Ticket zum Vorstellungsgespräch in der Tasche. Um nicht in der Masse der Bewerbungen unterzugehen, ist es wichtig, dass du ein individuelles und interessantes Anschreiben verfasst, das neugierig auf dich macht. Wir zeigen dir, wie’s geht!

 

Die Gliederung
Dein Anschreiben sollte einen klaren und übersichtlichen Aufbau haben und nicht mehr als eine Seite umfassen.
Es besteht aus einem Kopfteil, einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.

Das Layout
Hier richtest du dich nach der DIN 5008, die eine gute Orientierung für den Aufbau deines Anschreibens bietet. Verwende eine gut leserliche Schriftart, wie Arial, Verdana oder Tahoma. Den Fließtext schreibst du im linksseitigen Flattersatz in einer Schriftgröße von 11 oder 12, für Überschriften wählst du eine Punktgröße von 13 oder 14. Der Zeilenabstand ist einzeilig.

Der Aufbau

♦ Kopf und Einleitung
Absender und Empfänger

Links oder rechts oben stehen dein Name und deine vollständige Adresse mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Alternativ kannst du deine Daten auch in der Kopfzeile eintragen. Darunter folgen die vollständigen Empfängerdaten. Hier ist es besonders wichtig, dass du den Namen deines Ansprechpartners angibst.

♦ Datum und Betreffzeile
Etwas versetzt unter den Empfängerdaten findet rechtsbündig das aktuelle Datum (mit Ortsangabe) seinen Platz. Dann folgt linksbündig und fett geschrieben der Betreff. Das Wort „Betreff“ wird allerdings nicht genannt. Hier gibst du an, worauf und zu wann du dich bewirbst.  

♦ Die Anrede
Verwende bitte keine allgemeine Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“, sondern
wende dich an deinen konkreten Ansprechpartner. Bringe also vorher in Erfahrung, wer für die Vergabe des Ausbildungsplatzes zuständig ist!

♦ Einleitung
Gleich zu Beginn deines Anschreibens gilt es, dem Leser Lust aufs Weiterlesen zu machen. Wenn du vorab mit deinem Ansprechpartner telefoniert hast, kannst du darauf Bezug nehmen und idealerweise im Anschluss etwas Persönliches einbringen. Verzichte auf Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich auf …“. Auch banale Sätze wie „Ihrer Stellenanzeige in der …. habe ich entnommen, dass …“ bringen den Personaler zum Gähnen. Ein knackiger, origineller Einstiegssatz, der überrascht, macht den Leser neugierig auf dich.

♦ Hauptteil    
Im Hauptteil hast du die Chance, dein Interesse am Ausbildungsberuf und am Unternehmen darzustellen und deine persönliche Eignung zu „bewerben“. Hier gehst du direkt auf die angebotene Ausbildungsstelle ein und präsentierst dich mit all deinen Stärken und Vorzügen. Dafür solltest du dir vorab Gedanken zu den folgenden Fragen machen:

Warum möchtest du eine Ausbildung in diesem Beruf machen?
Informiere dich möglichst genau über deinen Traumberuf, die Ausbildungsinhalte und benötigten Fähigkeiten. Was gefällt dir an
diesem Beruf besonders?


Warum bewirbst du dich bei diesem Unternehmen?
Versuche, zum Beispiel auf der Homepage, möglichst viele Informationen über das Unternehmen zu sammeln. Was gefällt dir an diesem Unternehmen so gut?

Warum bist genau du dafür der/die Richtige?
Hier verbindest du die Anforderungen des Unternehmens mit deinen eigenen Fähigkeiten und stellst deine Motivation heraus. Hast du bereits erste berufliche Erfahrungen durch ein Praktikum gesammelt? Dann gehören auch diese in dein Anschreiben. Alles, was dich positiv von der Masse der Bewerber abhebt und zur Ausbildungsstelle passt, darfst du hier einfließen lassen!

Schlussteil
Als Abschluss signalisierst du, dass du für Rückfragen zur Verfügung stehst und dich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freust.

Grußformel, Unterschrift, Hinweis auf weitere Dokumente
Dann unterschreibst du mit deinem Vor- und Nachnamen und setzt als Hinweis auf deine weiteren Unterlagen das Wörtchen „Anlagen“ darunter. Fertig!

Beachte:
Dein Text muss glaubhaft sein und zu dir passen! Verwende keine gestelzten Ausdrücke oder
Worthülsen. Auch eine der zahlreichen Bewerbungsvorlagen per Copy & Paste zu verwenden, ist ein absolutes No-Go!  


Check:
Bewerbungsanschreiben

► Du hast dir Gedanken über deine Motivation und Eignung sowie das Unternehmen gemacht
► Du hast die formalen Kriterien wie den richtigen Aufbau, Zeilenabstand, Seitenränder etc. beachtet
► Deine sowie die Adresse des Empfängers sind vollständig und korrekt
► Du hast begründet, warum du diesen Beruf erlernen möchtest
► Du bist auf das Unternehmen eingegangen
► Du hast begründet, warum DU zum Unternehmen und zur Ausbildungsstelle passt
► Du hast keinen Konjunktiv wie „würde“ benutzt Floskeln, Standardformulierungen und Aufzählungen ohne Begründung hast du vermieden
► Dein Anschreiben hast du in einem höflichen und seriösen Ton verfasst und persönlich unterschrieben
► Der Verweis auf deine Anlagen ist vorhanden
► Du hast dein Anschreiben auf Fehler kontrollieren lassen

 

→ Mustertext Anschreiben mit Vorgaben zum formalen Aufbau: siehe Ende dieser Seite

 

5. Dein Lebenslauf - was bisher geschah ...

In deinem Lebenslauf sind alle relevanten Infos und Stationen deines Lebens zusammengefasst: deine Schullaufbahn, Fähigkeiten, Kenntnisse und Hobbys. In den meisten Fällen wird der Lebenslauf als erster Einstieg in deine Bewerbung gelesen. Deshalb sollte er kurz und knackig, nicht mehr als zwei Seiten lang und übersichtlich sein. Der Personaler muss auf einen Blick erkennen, warum du der ideale Bewerber bist!

Die Gliederung
Dein Lebenslauf kann auf- oder absteigend aufgebaut sein. Bei der aufsteigenden (chronologischen) Variante beginnst du mit deinem Grundschulbesuch und endest mit dem, was du aktuell machst. Bei der absteigenden (anti-chronologischen) Variante ist es genau andersrum. Sie ist moderner und zeigt auf einen Blick, was du aktuell machst. Beides ist erlaubt. Wichtig ist, dass du das gewählte Schema durchgehend beibehältst.

Und auch beim Lebenslauf gilt: Lass zum Schluss alles noch einmal von jemandem auf Rechtschreibung, Grammatik und Inhalt prüfen!

Das Layout
Ein eleganter Einstieg für deinen Lebenslauf kann eine eingefügte Kopfzeile mit deinem Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sein. Die Kopfzeile hat den Vorteil, dass du die dort aufgeführten Punkte bei den Angaben zu deiner Person nicht mehr nennen musst. Das spart Platz und wirkt professionell. Dann folgt die Überschrift „Lebenslauf“, die du linksbündig oder mittig anordnen kannst. Dein Bewerbungsfoto klebst du oben rechts ein. Verschickst du deine Bewerbung digital, scannst du das Bild ein. Bei der Papiervariante raten wir davon eher ab, denn die Qualität eines eingescannten Bildes kommt selten an das Original heran. Deine persönlichen Daten werden dann stichpunktartig in eine Tabelle mit zwei Spalten eingetragen. Bei der Formatierung solltest du dich an deinem Anschreiben orientieren. Verwende dieselbe Schriftart (Arial, Verdana, Tahoma) und Schriftgröße (11 oder 12, für Überschriften 13 oder 14). Die Seitenränder kannst du bei Bedarf etwas großzügiger als im Anschreiben einrichten. Ein schlichtes 100 g-Papier wirkt bei der Bewerbung immer am besten.

Lücken im Lebenslauf?
Aus Krankheitsgründen musstest du die Schule unterbrechen? Du hast den Ausbildungsplatz gewechselt oder dir nach der Schule eine Auszeit genommen, um dich in der Berufswelt zu orientieren? Jetzt ist es wichtig, ehrlich zu sein: Geh offen mit diesen Lücken um und versuch, sie nachvollziehbar zu erklären!

Warten auf Antwort – wie geht’s weiter?
Du hast alle Unterlagen per Post oder online an deinen Wunscharbeitgeber versandt. Jetzt heißt es: Warten! Aber wie lange? Gib dem Unternehmen ein wenig Zeit, schließlich bist du nicht der einzige Bewerber. Fragst du allerdings erst nach sechs Wochen nach, kann der Eindruck von Desinteresse entstehen. Als Faustregel gilt: Wenn du nach zwei Wochen nichts gehört hast, darfst und solltest du freundlich nachhaken. Und das möglichst telefonisch: Damit signalisierst du dem Unternehmen dein Interesse. Vielleicht entwickelt sich auch ein Gespräch mit deinem Ansprechpartner und du kannst zusätzlich punkten! Wichtig ist, dass du höflich nach dem Eingang deiner Bewerbung fragst. Vorwürfe wie „Warum habe ich noch nichts von Ihnen gehört?“ sind hier fehl am Platz.
Am besten hältst du während des Gesprächs deine Bewerbungsunterlagen bereit. Dann kannst du auf eventuelle Fragen besser eingehen und dir Notizen machen.

Und dann? Auf in die nächste Runde!
Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Dann kannst du jetzt mit deinem Auftreten überzeugen! Mit der richtigen Vorbereitung wirst du auch diese Hürde locker nehmen!


Check:
Der Inhalt - das gehört rein:

► Überschrift: Lebenslauf (evtl. fett geschrieben) Angaben zu deiner Person (Name, Adresse,
    Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und -ort)
► Bewerbungsfoto (falls du kein Deckblatt benutzt), optional
► Dein schulischer Werdegang mit Angabe von Monat und Jahr (besuchte Schulen, ggf.
    Schulabschlüsse, voraussichtlicher Schulabschluss)
► Relevante Noten (z. B. voraussichtliche Abschlussnote, aktueller Notendurchschnitt,
    Noten in den Kernfächern)
► Praktische Erfahrungen mit Angabe von Monat und Jahr
    (z. B. Praktika, Ferien- oder Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten,
    längere Auslandsaufenthalte, zum Beispiel Schüleraustausch)
► Persönliche Fähigkeiten und Kenntnisse (Sprach- und Computerkenntnisse, Führerschein)
► Hobbys und Interessen (max. 2-3, die einen Bezug zu deinem Traumjob haben)
► Ort, Datum und Unterschrift (handschriftlich, bei der E-Mail-Bewerbung per Scan eingefügt)


→ Mustertext Lebenslauf: siehe Ende dieser Seite

 

Mustertexte