Bewerbungen, die ankommen

Bewerbungen, die ankommen: Stimmen aus den Unternehmen

Wie eine überzeugende Bewerbung aussieht, wissen die Menschen am besten, an die du sie schickst. Sie bekommen in den Unternehmen die

unterschiedlichsten Bewerbungen in die Hände – und entscheiden, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Genau diese Menschen haben wir gefragt, was für sie eine gute Bewerbung ausmacht!

Thomas Meyer,
Leiter Personal Ausbildung,
Miele & Cie. KG, Gütersloh

„Das Bewerbungsanschreiben sollte nicht ‚austauschbar‘ sein, sondern zeigen, dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Auch ein paar persönliche Angaben gehören hier rein. Das Foto sollte je nach Ausbildungsberuf professionell, aber natürlich sein: also kein Urlaubsbild, aber auch nicht vollkommen überzogen. Bewerbungsunterlagen sind übrigens wichtig, aber nicht alles: Zeugnisse und die Stationen des Lebenslaufs spielen ebenfalls eine Rolle!“


       Kirstin Stülb,
Teamleiterin Ausbildung,
Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG, Gütersloh

„Sorgfalt ist sehr wichtig! Achte darauf, dass alle Angaben in deiner Bewerbung vollständig und richtig sind: auch der Name des Unternehmens, die konkrete Ansprache des Empfängers oder der Beruf, um den du dich bewirbst. Vermeide leere Floskeln und sei ruhig etwas kreativ. Ich freue mich zum Beispiel über ein wenig Farbe in deiner Bewerbung. Eventuelle ‚Schwächen‘, die sich in deinen Zeugnissen oder im Lebenslauf verstecken, solltest du am besten direkt ansprechen: Erklär sie mir, ich sehe sie sowieso!“
David Gollnick,
Leiter Personal und Recht,
Johannes Lübbering GmbH, Herzebrock-Clarholz


„So altmodisch es auch klingt: Eine gute Bewerbung fällt unter anderem durch die fehlerfreie Rechtschreibung und Zeichensetzung auf. Wenn das nicht zu deinen Stärken zählt, lass unbedingt jemanden Korrektur lesen! Außerdem ist Klarheit wichtig: Für welche Ausbildungsstelle und welches Jahr bewirbst du dich eigentlich? Das und die wichtigsten Infos zu deiner Person müssen auftauchen, damit wir deine Bewerbung bearbeiten können. Und: Bitte selber schreiben, nicht einfach nur eine Standardvorlage kopieren!“
 Luedee Hoppe,
Personalreferentin,
Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück


„Deine Unterlagen müssen beweisen, dass du dir Mühe gegeben hast. Dafür achte ich auf Vollständigkeit, Fehlerfreiheit und einen gut strukturierten Lebenslauf. Im Anschreiben solltest du glaubwürdig begründen, warum dich genau dieser Ausbildungsberuf und gerade unser Unternehmen interessieren und wieso du der oder die Richtige für uns bist. Positiv auffallen kannst du mit einem tollen, individuellen Deckblatt und einem sympathischen Foto. Auch dein Zeugnis schauen wir uns natürlich genauer an.“

Birgit Claves,
Referentin kaufmännische Ausbildung,
CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, Harsewinkel

„Wir möchten dich gerne kennenlernen und erfahren, was dich begeistert! Zeige in deiner Bewerbung, dass du dich gut mit dem Beruf und dem Unternehmen beschäftigt hast. Sag uns, wo und wie du dich informiert hast. Verrate uns auch, welche Stärken du in die Ausbildung einbringen kannst und wo du diese heute schon einsetzt: zum Beispiel in einem Nebenjob oder Hobby. Und ganz wichtig: Deine Bewerbung muss zu dir passen. Sei authentisch – und ehrlich!“


 

Linda Schwier,
Personalreferentin,
Stadtwerke Gütersloh GmbH

„Ein schön gestaltetes Deckblatt fällt sofort auf – gern auch mit einem professionellen Foto. Das Selfie von der letzten Party ist da nicht geeignet! Neben einem individuellen Anschreiben achten wir natürlich auch auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. Lass deine Bewerbung unbedingt Korrektur lesen, zum Beispiel von deinen Eltern: Sie haben einen anderen Blick als du. Es geht um deine Zukunft – da solltest du ruhig etwas Zeit in deine Bewerbung investieren!“


Carsten Schmedthenke,
Geschäftsführer,
SWB Schmedthenke Werkzeugbau GmbH, Gütersloh

„Informier dich auf jeden Fall gut über den Beruf, für den du dich bewirbst, und geh in deiner Bewerbung auch darauf ein! Mir fallen immer wieder Bewerbungen auf, bei denen der Bezug zum Ausbildungsberuf nicht stimmt oder fehlt. Neben deinen Noten in den Fächern Mathe und Physik achte ich auch besonders darauf, ob deine Schullaufbahn zu deiner gewünschten Stelle passt. Wenn das nicht so ist: Sei offen und ehrlich und erklär am besten direkt, woran das liegt!“


 

Ulrich Hillner, Ausbildungsleiter Technik,
Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG,
Rheda-Wiedenbrück

„Denk unbedingt daran, deine komplette Adresse, Telefonnummer, E-Mail und auch dein Alter anzugeben! Ein schönes Foto kommt ebenfalls gut an. Außerdem interessiert mich, was du außer der Schule bisher gemacht hast: Vielleicht kannst du ein Praktikum oder ein Hobby vorweisen, was gut zu deinem Wunschberuf passt? Wenn du dann noch gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern hast und zu einem vorherigen Praktikum bereit bist, möchten wir dich sicher kennenlernen!“